Meta-Daten im Onlineshop: Was bringen sie für Google, Pinterest und KI-Suche?

Google und KI sollen deine Produkte finden? Dann sag ihnen, was du verkaufst. Angaben wie Browsertitel, Marke, Farbe und Kategorie helfen dabei, deine Produkte richtig einzuordnen. Mit dem neuen SEO-Update von azoo kannst du diese Angaben jetzt selbst pflegen. Welche davon wirklich wichtig sind und welche du weglassen kannst, zeigen wir dir hier.

4 Minuten Lesezeit
Meta-Daten im Onlineshop

Was sind Meta-Daten und warum liest Google sie mit?

Deine Kundin sieht auf dem Foto sofort: silberne Kette, kleiner Anhänger, von Hand geschmiedet. Google sieht ein Bild und ein paar Zeilen Text.

Meta-Daten sind Zusatzinfos, die im Hintergrund deines Shops stehen. Sie sagen Suchmaschinen, was du ganz genau verkaufst, wer es hergestellt oder welche Farbe es hat und um welche Produkt-Kategorie es sich handelt. Deine Kund:innen sehen davon fast nichts. Google, Pinterest und KI-Suchmaschinen wie ChatGPT oder Perplexity lesen sie dafür sehr genau.

Fehlen die Daten, müssen diese Dienste raten. Dann landet deine Kette bei der Suche nach „Silberkette Damen“ weiter hinten, obwohl sie genau das ist.

Alle neuen Felder sind freiwillig. Du musst nichts ausfüllen. Jedes Feld, das du ausfüllst, macht dein Produkt für Suchmaschinen aber ein Stück leichter zu verstehen.

Was bringen Meta-Daten für deine Reichweite bei Google, Pinterest und KI-Suche?

Deine Daten landen an vier Stellen. Jede nutzt sie ein bisschen anders.

Google-Suche: Meta-Titel und Meta-Beschreibung bestimmen, wie dein Produkt in den Suchergebnissen aussieht. Das ist der blaue Link und die zwei Zeilen darunter. Ein klarer Titel sorgt dafür, dass Leute draufklicken.

Google Shopping: Über das Google Merchant Center erscheinen deine Produkte mit Bild und Preis direkt bei Google. Dafür braucht Google saubere Produktdaten. Fehlen Angaben, zeigt dir das Merchant Center Fehler an.

Pinterest: Für Handmade ist Pinterest eine Suchmaschine mit Bildern. Über den Pinterest-Datenfeed werden deine Produkte zu Produkt-Pins mit Preis und Link zu deinem Shop. Die Google Product Category hilft Pinterest, sie richtig einzusortieren.

KI-Suche: Azoo gibt deine Produktdaten als strukturierte Daten nach Schema.org aus. Dadurch können Suchmaschinen und KI-Systeme wichtige Produktinformationen wie Marke, Farbe oder Kategorie leichter erkennen und einordnen. Die neuen Meta-Angaben werden dabei ebenfalls berücksichtigt.


Gewünscht hat sich dieses Update übrigens Tanja (bekannt als "Die SEO-Texterin") und sagt: “Meta-Daten sind das Erste, was die KI-Crawler auf deiner Seite abrufen. Erst wenn die zur jeweiligen Suchanfrage passen und die nötigen Infos liefern, gehen die Crawler weiter zum Seitentext. Ergo sind sie deine Eintrittskarte für deine Sichtbarkeit im Web".

SICHTBARISTA ist der SEO- und GEO-Podcast für deinen Onlineshop

Tanja ist SEO-Texterin und betreibt den SEO-Podcast: "SICHTBARISTA". In der Episode #14 spricht sie über das Thema: "Meta-Descriptions neu denken – warum sie für die KI-Suche plötzlich wieder wichtig sind".

Hier kannst du die SICHTBARISTA Episode #14 auf Spotify kostenlos anhören.

 
Das Thema der SICHTBARISTA Episode #14:
Meta-Descriptions (Meta-Beschreibungen) galten lange als Nebensache im SEO. Ein kurzer Teaser für die Google Suchergebnisse – mehr nicht. Mit der neuen KI-Suche verändert sich ihre Rolle. In der Podcast-Episode erklärt Tanja, warum Meta-Descriptions heute wieder wichtiger werden, was sich an ihrer Funktion verändert hat und wie man sie so formuliert, dass KI-Systeme sofort verstehen, worum es auf der dazugehörenden Shopseite geht."

Sichtbarista Podcast von Tanja Neuburger
Sichtbarista Podcast von Tanja Neuburger

Neu im Azoo-Backend: SEO-URL, Meta-Titel und Meta-Beschreibung

Bei jedem Produkt, jeder Kategorie und jeder Textseite findest du jetzt den Abschnitt „Google“. Dort siehst du eine Vorschau, wie deine Seite in der Google-Suche aussieht. Über „Bearbeiten“ änderst du drei Felder:

  • SEO-URL: die Adresse deiner Seite. Sie sollte sich nicht ändern, wenn du den Produkttitel änderst. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.
  • Meta-Titel: der blaue Titel in der Google-Suche. Er steht auch oben im Browser-Tab und sollte nicht zu lang sein.
  • Meta-Beschreibung: der kurze Text unter dem Titel in der Suche. Google tauscht ihn manchmal aus, wenn er nicht zur Suchanfrage passt. 

Neu ist, dass Meta-Titel und -Beschreibung nun unabhängig von deinem Produkttext sind. Im Shop darf deine Kette „Luna“ heißen. Für Google schreibst du besser „Halskette mit Edelstahl-Anhänger, handgeschmiedet“.

Ein ehrlicher Hinweis: Google nutzt deine Meta-Beschreibung nicht immer. Manchmal schreibt Google selbst eine per KI, besonders wenn der Text nicht gut zur Suchanfrage passt. Darauf hat niemand Einfluss. Google greift aber gern auf deine Beschreibung zurück, wenn sie die Seite gut zusammenfasst. Ausfüllen lohnt sich also trotzdem, schon allein weil KI-Suchmaschinen gerne Meta-Texte nutzen. 

Meta-Daten Eingabefelder im Azoo Onlineshop
Meta-Daten Eingabefelder im Azoo Onlineshop

Welche Suchworte sind wirklich relevant für Suchmaschinen?

„Wunderschön“ sagt Google nichts. Die Länge, Farbe oder das Material deiner Halskette allerdings schon. Das sind Dinge, nach denen Leute suchen oder die sie zum Klicken bringen.

Als grobe Richtung: Meta-Titel etwa 60 Zeichen, Meta-Beschreibung etwa 150 Zeichen, sonst schneidet sie Google ab. Das wichtigste (Suchwort) immer an den Anfang stellen dann bekommt es mehr Gewichtung. 

Produkt umbenennen, ohne dein Google-Ranking zu verlieren

Bisher hing die URL fest am Produkttitel. Hast du den Namen geändert, hat sich die Produkt-URL automatisch mit geändert. Das spart Arbeit beim Anlegen neuer Produkte, ist aber beim Ändern von Produktnamen nicht immer ideal. Azoo setzt dabei zwar automatisch eine 301-Weiterleitung von der alten auf die neue Adresse. Dennoch muss Google die neue Adresse erst lernen. Das Beibehalten der alten Produkt-URL spart Google Zeit und wird von SEO-Expert:innen empfohlen.


Jetzt kannst du die alte URL vorher festhalten. So geht’s:

  1. Öffne das Produkt oder die Seite, die du umbenennen willst.

  2. Klick im Abschnitt „Google“ einmal ins Feld „SEO-URL“. Azoo speichert deine aktuelle URL jetzt dauerhaft.

  3. Benenne dein Produkt um und speichere. Die URL bleibt, wie sie war.


Produkte, deren Titel du nicht änderst, behalten ihre URL sowieso. Du musst also nicht jedes alte Produkt anfassen.

Josh, der Gründer von Azoo, gibt dazu einen klaren Rat: "Fang nicht an, all deine URLs von Hand umzuschreiben. Halte die alte URL fest, bevor du etwas umbenennst. Das reicht aus und spart Arbeit."

Hersteller, Farbe, EAN: Welche Produkt-Felder brauchst du wirklich?

Bei Produkten gibt es zusätzlich den Abschnitt „META-Angaben“. Die meisten Felder dort sind für das Google Merchant Center gedacht. Google nutzt nicht jedes Feld für jede Produktart. Darum hier kurz, wann du was ausfüllst.

  • Artikelnummer (SKU): vergibt Azoo automatisch. Du musst nichts tun.

  • Hersteller/Brand: leer lassen, wenn du selbst herstellst. Dann trägt Azoo deinen Shopnamen als Marke ein. Nur Ausfüllen, wenn ein anderer Hersteller das Produkt gemacht hat.

  • EAN: die Nummer unter dem Strichcode, auch GTIN genannt. Handgemachte Produkte haben meistens keine. Dann bleibt das Feld leer.

  • Farbe für Google: nur ausfüllen, wenn dein Produkt eine klare Farbe hat. Höchstens drei. Nenn lieber nur die Hauptfarbe als jede Farbe, die irgendwo klein vorkommt.

  • Google Product Category: wichtig, sobald du das Merchant Center oder Pinterest nutzt. Du wählst aus Googles Kategorienliste, zum Beispiel „Bekleidung & Accessoires > Schmuck > Halsketten“. Über die Mehrfachauswahl setzt du die Kategorie für viele Produkte gleichzeitig.

  • Alter und Geschlecht für Google: nur für Bekleidung notwendig und nur, wenn du das Merchant Center nutzt. Bei Schmuck, Papeterie oder Deko lässt du beide leer.


Wenig Zeit? Fang mit Meta-Titel und Meta-Beschreibung an. Die wirken in der normalen Google-Suche, auch ohne Merchant Center.


Meta-Angaben wie Hersteller, Farbe, EAN: Welche Felder brauchst du im Onlineshop?
Meta-Angaben wie Hersteller, Farbe, EAN: Welche Felder brauchst du im Onlineshop?

Meta-Daten im Onlineshop ausfüllen: Schritt für Schritt

  1. Suche dir drei bis fünf Produkte raus, die dir wichtig sind. Meistens sind das deine Bestseller.

  2. Öffne das erste Produkt und scroll zum Abschnitt „Google“.

  3. Klick auf „Bearbeiten“ und schreib Meta-Titel und Meta-Beschreibung.

  4. Scroll weiter zu „META-Angaben“. Trag die Farbe ein, wenn es eine klare Hauptfarbe gibt. Hersteller und EAN lässt du bei Handmade leer.

  5. Nutzt du Merchant Center oder Pinterest? Dann wähle die Google Product Category.

  6. Speichern. Deine Datenfeeds für Merchant Center, Instagram Shopping und Pinterest übernehmen die neuen Angaben automatisch. Du brauchst beim Anbieter nichts ändern. 


Wenn du die Datenfeeds für das Google Merchant Center, Instagram Shopping und Pinterest derzeit noch nicht nutzt, dann findest du sie im Bereich Einstellungen > Werbemaßnahmen. Sie übernehmen die neuen Angaben automatisch mit.

Die Feeds gibt es bei Azoo schon seit ein paar Jahren. Neu ist, dass sie jetzt mehr Daten mitschicken, sobald du sie beim Produkt hinterlegst. Wie du den Feed verbindest, steht im Hilfe-Center, oder du nutzt unseren Einrichtungs-Service. Den findest du in deinem Azoo-Shop im Bereich Hilfe > Serviceleistungen. 

FAZIT

Meta-Daten sind die Infos, mit denen Google, Pinterest und KI-Suchmaschinen deine Produkte einordnen. Je genauer sie sind, desto eher landest du bei Leuten, die genau so etwas suchen, das du anbietest.

Nimm dir heute deine drei meistverkauften Produkte vor und schreibe dort Meta-Titel und Beschreibung neu. Das kann sich für dein Sichtbarkeit in den Suchmaschinen dauerhaft lohnen. 

Alle neuen Meta-Angaben Felder findest du direkt bei deinen Produkten, Kategorien und Textseiten im Azoo-Backend. Du hast noch keinen eigenen Shop? Hier kannst du Azoo 14 Tage kostenlos testen. Wie Google grundsätzlich tickt, erklären wir im Artikel "SEO leicht gemacht".

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